Die "Pferdestallbaracken" des KZ-Außenlagers

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"Pferdestallbaracke" Typ OKH 260/9Die im KZ-Außenlager Dachau-Allach verwendeten Häftlingsbaracken waren vom Oberkommando des Heeres (OKH) als Normbaracken für verschiedene Zwecke entwickelt worden und wurden unterschiedlich eingesetzt. Der Barackentyp in Allach wurde anderorts als Pferdestall, als Garage für Fahrzeuge sowie auch als Unterkunftsbaracke eingesetzt. Angeliefert als Fertigbauteile konnten sie von wenigen Arbeitern innerhalb kurzer Zeit montiert werden. Als Fundament dienten 30 x 30 cm große Betonsockel, auf die drei Ziegelsteinreihen aufgemauert wurden. Für das KZ-Außenlager Dachau-Allach wurde von BMW der Barackentyp OKH 260/9 mit den Grundmaßen 9,56 m × 40,76 m und einer Höhe von ca. 4,00 Meter verwendet. Ursprünglich für die Unterbringung von bis zu 168 Mann ausgelegt und geplant, waren in diesem Barackentyp in Allach gegen Kriegsende bis zu 800 KZ-Häftlinge eingepfercht. Nach Aussage des franz. Häftlings und Arztes Henri Laffitte im Dachauer Prozess waren etwa 12 Hunde (Doggen und Deutsche Schäferhunde) zur Bewachung der Häftlinge eingesetzt, deren Zwinger sich im SS-Lager befand. Etwa 100 Meter östlich des Lagers lag die schwere Flakstellung (Flak = Flugabwehrkanone) 1s/457 Ludwigsfeld. Die Dammkrone der vorderen Flak war eigens eingeebnet worden, um im Falle einer Revolte das 8,8 cm Geschütz gegen die Häftlinge richten zu können.  

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