Der Todesmarsch von Allach

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Am späten Nachmittag oder frühen Abend des 26.4.1945 und etwa zwei Stunden vor Beginn des Marsches aus dem Konzentrationslager Dachau, wurden die ersten Häftlinge des KZ-Außenkommandos Allach auf den Marsch getrieben. Die Zahlenangaben über die Häftlinge schwanken zwischen 500 und 2.000. Es dürfte sich um etwa 2.000 Häftlinge gehandelt haben, überwiegend Russen und Deutsche. Als Marschziel wurde den Häftlingen Tirol angegeben. Die Strecke führte von Allach, Pasing, Gräfelfing, Planegg, Krailling über Gauting nach Leutstetten. Dort wurde am 27. April gegen 11 Uhr vormittags eine erste große Marschpause eingelegt. Hier trafen auch die „Allacher“ mit den Dachauer Häftlingen zusammen. Franz Scherz berichtet darüber: „Als wir von der Straße abbogen und über die Brücke gingen, sahen wir, dass es auf den Hängen nur so wimmelte von Menschen, Häftlingen, die schon vor uns eingetroffen waren und vermutlich aus den Rüstungsbetrieben Allach u.a. stammten. Das Gelände war in Abschnitte eingeteilt, und jeder dieser Abschnitte war von bewaffneten SS-Leuten umstellt. Auch wir erhielten unseren Sektor zugeteilt und sollten uns da ausruhen.“ Am späten Nachmittag kam der Befehl zum Weitermarsch. „Zahllose Kranke blieben liegen, die durch Genickschuss oder Kolbenschlag erledigt wurden“. Der Häftling Karl Weber schreibt: „Und wir, die am Schluß des Elendszuges marschierten, mussten miterleben, dass viele Kameraden nicht mehr mitgehen konnten, weil sie zu schwach waren. Hinter uns ging ein Trupp der SS mit Bluthunden und mit Maschinengewehren. Immer wieder krachte ein Schuss nach dem anderen. Wer nicht mitkam, der ist gnadenlos abgeknallt worden.“ Die Befreiung durch die US-Truppen erfolgte schließlich am 2. Mai 1945 bei Waakirchen, nachdem sich die SS-Wachmänner nach Süden abgesetzt hatten.

Die Evakuierung der Juden aus dem O.T.-Lager Allach-Karlsfeld fand per Zug statt. Diese Juden aus Allach wurden am 2. Mai in Staltach bei Iffeldorf aus den Waggons befreit. In diesem Zug befanden sich jüdische Frauen und Männer aus dem O.T.-Lager Allach-Karlsfeld. Die Frauen kamen aus dem KZ Geislingen und hausten zuvor im Frauenlager des O.T.-Lagers Allach-Karlsfeld. 84 nicht transportfähige Frauen blieben im Lager zurück und wurden dort von der 7. US-Army am  29.4.1945 befreit.

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