"Die Organisation Todt (O.T.) entstand im Mai 1938, als Adolf Hitler den durch den Autobahnbau bewährten Fritz Todt mit den Arbeiten für den bis dahin von der Wehrmacht geleiteten Bau des Westwalls beauftragte. Todt entwickelte dafür aus dem Zusammenwirken von Bauverwaltungen, privaten Firmen und bis Kriegsbeginn 1939 auch dem Reichsarbeitsdienst (RAD) eine effektive Institution. Allerdings war sie nicht das Ergebnis einer legislativen oder exekutiven Entscheidung, es gab weder einen Befehl noch ein Gesetz oder eine Verordnung über ihre Aufstellung. Hitler prägte den Namen Organisation Todt auf dem Reichsparteitag 1938."
Fritz Todt war als Bauingenieur zwischen 1922 und 1933 bei der Firma „Sager & Woerner“ in München tätig und hatte nach seinem Eintritt in die NSDAP im Jahr 1922 rasch Karriere gemacht. 1933 wurde er zum „Generalinspekteur für das Straßenwesen“ ernannt. Ab 1938 organisierte und leitete die „O.T.“ sämtliche baulichen Schutz- und Rüstungsprojekte des Reiches. In der Organisation kamen nach Kriegsbeginn 1939 vor allem Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge zum Arbeitseinsatz. Nach seinem Tod durch einen Flugzeugabsturz 1942 übernahm Rüstungsminister Albert Speer die Leitung der O.T.