"Lebend stellte der Konzentrationslager-Sklave, der ohne jeden Kapitalaufwand beschafft werden konnte, bei direktem finanzwirtschaftlichem Einsatz folgenden Gewinnwert dar:
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Täglicher Verleihlohn zwischen RM 6,- und RM 8,-; durchschnittlich abzüglich
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RM
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6,-
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1. Ernährung
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RM
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-,60
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2. Bekleidungsamortisation
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RM
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-,10
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RM
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-,70
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RM
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5,30
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Demnach bei durchschnittlich dreivierteljähriger Lebensdauer
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mal 270 =
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RM
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1.431,-
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Dieser Gewinn erhöhte sich durch rationelle Verwertung der Häftlingsleiche nach 9 Monaten um den Erlös aus
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1. dem Zahngold,
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2. den Privatkleidern,
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die teils der Häftlingsbekleidung in anderen Lagern zugeführt wurden, wodurch sich Neuanschaffungskosten erübrigten, teils der Spinnstoffverwertung für SS-Uniformen,
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3. den hinterlassenen Wertsachen,
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4. dem hinterlassenen Geld,
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Wertsachen und Geld wurden bis in die ersten Kriegsjahre hinein nur bei der reichsdeutschen Minderheit der Häftlinge den Angehörigen zurückgeschickt.
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Diese Beträge verringerten sich je Leiche um die Verbrennungskosten von durchschnittlich
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RM
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2,-
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so daß sich ein unmittelbarer und mittelbarer Nettogewinn je Leiche von mindestens ergab, der aber in vielen Fällen in die Tausende von Reichsmark ging.
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RM
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200,-
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Der Gesamtgewinn des Häftlingsumsatzes betrug daher in durchschnittlich 9 Monaten je Kopf wenigstens
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RM
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1630,-
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Durch Knochen- und Aschenverwertung hat sich das eine oder andere KL noch Sondereinnahmen verschafft.
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(...)."
Berechnungen nach Oswald Pohl aus dem SS-WVHA. 1)
Die Zahlungen an die SS stiegen mit der Erhöhung der Flugmotorenproduktion. Je mehr KZ-Häftlinge zum Einsatz kamen, desto höher fielen die Erlöse für die SS aus. BMW finanzierte damit das NS-Terrorsystem über den Flugmotorenbau mit. Insgesamt überwies BMW bis Kriegsende über 88.109.768 Mio. Reichsmark an die SS, die nach Abzug ihrer Kosten und einem Gewinnaufschlag die Beträge an den Reichshaushalt überwies. Die KZ-Häftlinge erhielten davon nur geringfügige Prämien, jüdische Häftlinge nichts. Der Anteil der Zahlungen für den Einsatz von KZ-Facharbeitern betrug 42,043.758 Mio. RM, der Anteil für KZ-Hilfsarbeitern 46,666.724 Mio. RM über den gesamten Zeitraum von Februar 1943 bis März 1945.
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1) Eugen Kogon, Der SS-Staat. S. 376 f.
