Das Luftbild zeigt das BMW-Flugmotorenwerk in Allach am 9. März 1943, BMW-Lager und KZ-Außenlager. Innerhalb des „BMW-Wohnlagers Karlsfeld“ (lila) befand sich das „Straflager der SS und Polizei Dachau Außenstelle Allach“ (rot) 1) Deutlich zu sehen: Das „Würmlager“ und „BMW-Wohnlager Ludwigsfeld“ (beide blau) sowie das „KZ-Außenlager Dachau-Allach“ (grün). Das „Russenlager“ (gelb) an der Dachauer Straße (ab 1942) war im Herbst 1944 mit 608 russischen Kriegsgefangenen belegt. Das Großserienwerk mit drei Montagehallen (Halle 1, 2, 20) und 92 Motorprüfständen war fertig - die Produktion des 801-Motors seit Januar 1942 mit steigenden Stückzahlen angelaufen. Im Süden des Werksgeländes befanden sich Gebäude zur Raketenentwicklung und -produktion im Bau (weiß). 2) Für 1942 war von BMW für Allach ein Bedarf von 7.057 Facharbeitern an das Reichsluftfahrtministerium (RLM) gemeldet, jedoch nur knapp die Hälfte zugewiesen worden. 3) Ein britischer Nachtangriff am 9. März 1943 brachte die Wende in der Produktion. Der Ausfall des Milbertshofener Werks durch diese Bombardierung konnte nur durch eine Produktionsverlagerung nach Allach aufgefangen werden. 4)
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1) Befliegung vom 9.3.1943: NCAP-000-000-229-417.
2) Vgl. BMW-Group Archiv UA 20, Planungsbeginn: 1938, Baubeginn: September 1939.
3) Vgl. dazu: Bericht von Dr. Bruhn an Dr. von Stauss (Deutsche Bank) vom 15.12.1941 in: BArch R 811 9F/3066-19, Blatt 272.
4) Vgl. BArch RL 19/82, Kriegstagebucheintrag des Luftgaukommandos VII vom 10.3.1942. Wörtlich heißt es darin: „B.M.W. betroffen; Flugmotoren-Großmontage 100 % für 6 Wochen.“