| Name: | Kowal 1) |
| Vorname: | Stanislaus |
| Geburtsdatum: | 22.9.1918 |
| Geburtsort: | Winyzkije |
| Kreis: | Gribinsk |
| Familienstand: | ledig |
| Konfession: | |
| Kinder: | |
| Wohnort: | Kiew |
| Region: | Kiew |
| Beruf: | Landarbeiter |
| Haftgrund: | Beschädigung |
| KZ-Haftkategorie: | Ostarbeiter, Schutzhäftling |
| KZ-Häftlingsnummer: | 45432 |

| Haftdatum | Haftänderung | Zu-/Abgangsstelle | Außenlager |
| 01.11.1942 | Zugang StaPo | Halle | |
| 19.11.1942 | Einweisung | Buchenwald | |
| 02.03.1943 | überstellt | Dachau | |
| 15.01.1944 | überstellt | Allach, BMW | |
| 02.02.1944 | Flucht | München | Allach, BMW |
| 05.02.1944 | gefasst und rücküberstellt | Allach, BMW | |
| 14.04.1944 | ermordet durch erhängen | Allach |
Der Landarbeiter Stanislaw Kowal stammte aus dem Kreis Gribinsk in der Provinz Kiew. Als Sohn des Landarbeiters Fedor Kowal wurde er am 22.9.1917 in Winizkije (heute Winnizja) geboren. Als er 2 Jahre alt war, starb sein Vater, drei Jahre später im Jahr 1922 seine Mutter Anastasia. Er besuchte die Volksschule bis zur 2. Klasse, sprach russisch und ukrainisch. Nach dem deutschen Überfall auf Russland am 20.6.1941 lies er sich als Ostarbeiter anwerben und arbeitete als russischer Zivilarbeiter in Halle. Wegen „Beschädigung von Staatseigentum“ wurde er dort zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Am 1.11.1942 wurde der 25-jährige von der Stapo in Halle verhaftet und am 19.11.1942 in das KZ-Buchenwald eingewiesen. Von dort wurde er am 2.3.1943 in das KZ-Außenlager Dachau-Allach überstellt. Dort arbeitete er bei BMW Allach in der Fertigung. Am 2.2.1944 flüchtete Kowal mit drei anderen Häftlingen und wurde wieder gefasst. Er wurde am 14.4.1944 in Dachau-Allach gehenkt.
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1) Josef Jarolin gab in seiner Erklärung vom 30.10.1945 die Erhängung von 6 Häftlingen wegen Sabotage im Jahre 1944 im KZ-Außenlager Dachau-Allach zu. Er gab weiter an, dass für all diese Häftlinge eine Bestätigung der Todessstrafe aus Berlin vorgelegen habe.
1) ITS 1.1.6.7\KOVACS-L-KRAUQ\0137.
2) Otto Oertel, Als Gefangener der SS, hrsgg. und bearbeitet von Stefan Appelius, Bibliotheks- und Informationssystem der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Oldenburg 1988, S. 225.
