KZ Dachau-Allach: Das O.T.-Lager Allach-Karlsfeld (Judenlager)

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Im Rahmen des Bunkerbaus und der unterirdischen Verlagerung der Produktion plante BMW für das Flugmotorenwerk BMW-Allach bereits ab dem Frühjahr 1943 die Erweiterung des KZ-Außenlagers Dachau-Allach: Das Lager sollte um ein Krankenrevier sowie um ein jüdisches Arbeitslager erweitert werden, das den Namen „O.T.-Lager Allach-Karlsfeld“ tragen sollte. 1) Die Baubehörden der Stadt München genehmigten den BMW-Bauantrag am 28. März 1944. 2) Insgesamt wurden 17 Steinbaracken errichtet. Erste Arbeitsnachweise über den Bau dieses Lagers tauchen ab 17. Mai 1944 auf. An diesem Tag wurden 25 KZ-Häftlinge aus Dachau als „Baukommando“ nach Allach überstellt. Die Häftlinge waren als Bauhilfsarbeiter deklariert. 19 KZ-Häftlinge davon wurden wegen ihres schlechten Zustands am 30. Mai 1944 als „nicht einsatzfähig“ nach Dachau zurückgebracht. 3)  In den nachfolgenden Tagen wurden 849 jüdische Häftlinge aus Auschwitz und Warschau über das Außenlager Dachau-Rothschwaige nach Allach gebracht, um dort die Steinbaracken des Lagers zu errichten. 4)  „Wir gingen zu Fuß nach Allach, wo wir nur den Zaun gefunden haben und (...) wurden zunächst unter freiem Himmel untergebracht. Die fachliche Aufsicht hatten O.T.-Angehörige, die Bewachung erfolgte durch Wehrmachtsangehörige und SS. 5) 

Mit dem Bau des SS-Kranken- und Judenlagers verdoppelte sich die Größe des Außenlagers. Nahezu ausnahmslos wurden alle jüdischen KZ-Häftlinge in den BMW-Baukommandos und in der Landwirtschaft eingesetzt. Für Juden galt keine 60-Stundenwoche.

 

Letzte Bearbeitung: 12.11.2017, 08:08
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