KZ Dachau-Allach, Einsatz bei BMW

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Häftlinge berichten von einem etwa 600 Mann starken Vorauskommando, das das Lager zum Bezug vorbereiten sollte. 1) Im BMW-eigenen Baukommando arbeiteten KZ-Häftlinge ab Februar 1943 zunächst am Werks- und Lagerausbau. 2) Auch die Kanalisierung des Schwabenbächls war fast abgeschlossen. Der erstmalige Einsatz von Häftlingen des KZ-Außenlagers bei BMW-Bau begann im Februar, der in der BMW-Fertigung Allach im April 1943. Für den Einsatz in der Fertigung wurden zuvor die KZ-Häftlinge in mehrwöchigen Kursen in den einzelnen Arbeitskommandos von BMW-Meistern in den entsprechenden Fertigkeiten angelernt. 3)
Nach der Genfer Konvention hatten Kriegsgefangene einen besonderen Schutz, den das NS-Regime den russischen Kriegsgefangenen versagte. So war es danach verboten, Kriegsgefangene in der Rüstungsindustrie arbeiten zu lassen. 4)  Vor allem mit Hilfe der russischen Kriegsgefangenen sollte ab 1941 der Arbeitskräftemangel in der Rüstungsindustrie beseitigt werden. Im Zuge dieser Aktion entstand ab Herbst 1942 das Kriegsgefangenenlager Ludwigsfeld an der Südseite des BMW-Wohnlagers an der Dachauer Straße. Das Lager wurde durch die Landesschützen bewacht, Lagerführer und Kommandant war ab 1944 der Führer der SS-Wachmannschaften Fritz Degelow. Russische Kriegsgefangene wurden im BMW-Flugmotorenwerk in Allach ab Ende 1942 eingesetzt. Insgesamt arbeiteten in Allach im September 1944 etwa 1.250 sowjetische Kriegsgefangene. Im Gegensatz zu den anderen westlichen Kriegsgefangenen wie Franzosen, Belgier, Engländer, etc. wurden sie deutlich schlechter behandelt. Sie stand in der Lagerhierarchie ganz unter. Nur noch die Juden waren schlechter gestellt. Eine weitere Ausnahme waren ab 8. September 1943 die „Italienischen Militärinternierten“ und - schon vorher - die „Rotspanier“. Auch ihnen blieb der Kriegsgefangenenstatus versagt und auch sie mussten Zwangsarbeit für BMW-Allach leisten. 5)

Letzte Bearbeitung: 30.04.2018, 20:21
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